Wie du deinem Baby den Start ins Leben erleichterst

Jede Mama wünscht sich nichts mehr, als ihr Baby mit Liebe zu überschütten, damit sie gemeinsam in sicherer Verbundenheit ins Leben starten können. In diesem Artikel lernst du, wie du mit Hilfe der Babymassage die Beziehung zu deinem Baby stärkst und intensivierst – unabhängig davon, wie die Geburt verlief. Du erfährst, wie emotionale Verletzungen aus interventionsreichen Geburten mit Hilfe der Babymassage geheilt werden können und inwiefern du die körperliche, seelische und geistige Entwicklung deines Kindes mit Babymassage fördern kannst. Am Ende hast du einen wundervollen Einblick darüber, warum eigentlich jedes Baby so früh wie möglich in den Genuss der Babymassage kommen sollte.

Vielleicht denkst du jetzt, dass es gar nicht nötig ist, deinem Baby den Start ins Leben zu erleichtern. Denn schließlich ist es das Natürlichste der Welt, geboren zu werden. So natürlich ist das aber leider gar nicht mehr: Über 90 % aller Frauen mit einem niedrigen Risiko für Komplikationen während Schwangerschaft und Geburt erleben derzeit während der Geburt routinemäßige Interventionen, d.h. medizinische Eingriffe. Mit Natürlichkeit hat dies nicht mehr viel zu tun. Diese Interventionen ziehen oft weitere medizinische Maßnahmen nach sich. Als Folge dieser so genannten „Interventionskaskade“ stehen am Ende häufig Kaiserschnitte oder andere Maßnahmen mit dem Ziel, die Geburt zu einem raschen Abschluss zu bringen. Oftmals kommt es dadurch zu emotionalen Narben bei Mamas und Babys.

 

„Gebärmutterheimweh“

Egal wie ein Kind geboren wurde – körperlich und emotional ist dieser Übergang vom Mutterleib in die fremde Welt eine tiefgreifende Umstellung. Vor diesem Hintergrund leuchtet es ein, dass der Start ins Leben für Babys, die eine interventionsreiche Geburt hatten, besonders schwierig ist.

Die meisten Babys schlafen in den ersten Tagen nach der Geburt sehr viel, wachen nur zum Trinken auf und scheinen sehr „pflegeleicht“ zu sein. In den meisten Fällen ändert sich dies aber nach zwei bis drei Wochen. Die Wachphasen sind dann länger und die Babys zeigen mehr Bedürfnisse. Plötzlich lassen sie sich nicht mehr einfach ablegen, sondern schlafen nur noch mit direktem Körperkontakt (meist an der Brust) ein. Und besonders am Abend sind sie unruhiger und scheinen nicht zur Ruhe zu kommen. Einige sprechen vom ersten Schub, andere begründen das „anspruchsvollere“ Verhalten des Neugeborenen damit, dass es so viele neue Eindrücke und Reize zu verarbeiten gibt. Viele Hebammen nennen dies „Gebärmutterheimweh“. Ich finde den Begriff unglaublich passend und anschaulich.

Besonders viel Heimweh scheinen Babys zu haben, die eine verfrühte, anstrengende, sehr plötzliche oder interventionsreiche Geburt hatten. Die Babys trauern der unbeschwerten Zeit im Bauch zurück, in der sie schwerelos waren und keinerlei Mangel erfahren mussten: Hunger, Durst, Kälte, fremde Reize, Trennung vom „sicheren Hafen“- all das kannten sie bis zum Zeitpunkt ihrer Geburt nicht. Neugeborene sind kleinste Menschen mit Gefühlen und können bereits trauern oder Verletzung fühlen. Das Bewusstsein darüber, war lange Zeit nicht vorhanden. Der französische Gynäkologe Frédérick Leboyer schrieb in seinem Buch Geburt ohne Gewalt:

„Als der Buddha sagte: ‚Geburt ist Leiden‘, sprach er nicht von der Mutter, sondern von dem Kind.

Und davon, dass es furchtbar ist, geboren zu werden…

Was ist daran furchtbar?

Es ist weniger der Schmerz als vielmehr die Angst.

Für das Kind ist diese Welt erschreckend. Ein Übermaß, eine erdrückende Vielfalt von Eindrücken überfällt den kleinen Reisenden.

Man sagt, man glaubt, dass das Neugeborene nichts spürt. Es spürt alles! Alles, total ohne Filter, ohne Unterschied, wahllos, schutzlos.

Die Geburt ist ein Sturm, ein Orkan.

Das Kind kommt an wie ein Schiffbrüchiger, erschöpft und abgekämpft und wird überschwemmt mit einer Springflut der Empfindungen, die es nicht einordnen kann.

Unser Verbrechen ist, nicht wahrzunehmen, dass die Sinne des Neugeborenen vollkommen wach sind, so fein, so genau, so frisch, wie sie es nur in der Kindheit sind. […]“

 

Trost durch Berührung

Was brauchen die Babys also von ihren Eltern? Neben Nahrung und einer trockenen Windel brauchen sie vertraute Nähe, Geborgenheit, Wärme und Liebe. Viele Babys weinen dennoch weiter und scheinen nie zufrieden zu sein. Wenn medizinische Ursachen ausgeschlossen sind, ermutige ich die Mamas, ihren Kindern das Weinen zu gestatten. Sie erzählen von der Geburt, von ihrer Trauer, von ihrem Abschied und Neuanfang zugleich. Und die Mamas (und natürlich Papas) können zuhören und trösten. Dies kann viele schlaflose Nächte aufgrund des Dauerstillens, Rückenschmerzen und blanke Nerven bedeuten. Der Spruch „Es ist nur eine Phase“ hilft in der jeweiligen Situation wenig, das weiß ich aus eigener Erfahrung. Aus eigener Erfahrung weiß ich aber auch, dass der Spruch stimmt. Dieses Gebärmutterheimweh auszuhalten ist anstrengend und viele Eltern haben das Bedürfnis, doch etwas tun zu müssen, um das Heimweh zu lindern und seinem Kind das Ankommen auf der Welt zu erleichtern.

Eine wundervolle Methode dafür ist die sanfte Babymassage. Die Haut ist der erste Sinn, der bereits im Mutterleib vollständig ausgebildet ist. Berührungen spielen bereits in der Schwangerschaft eine große Rolle für das Baby. Es wird von allen Seiten gehalten, es spürt, wie seine Körperteile sich berühren, es spürt die Nabelschnur und die Wände der Gebärmutter. All diese Erfahrungen sagen dem Baby: „Ich spüre, also bin ich“. Dieses Gefühl, getragen, gehalten und berührt zu werden können Eltern ihren Babys zurückgeben. Hautkontakt ist die erste Sprache, die Babys bereits von Lebensbeginn an kennen.

Dieser Hautkontakt verbunden mit dem vertrauten Geruch der Eltern und dem Blickkontakt tröstet Babys und gibt ihnen die Sicherheit, die sie so sehr brauchen. Berührung ist Nahrung für die Seele und macht die Säuglinge satt. Satt an Liebe und Geborgenheit. Und die sanften, warmen Hände der Eltern sagen tröstend: „Ich halte dich, ich bin da!“. Während die Urbedürfnisse des Neugeborenen nach Wärme, Zärtlichkeit und Berührung gestillt werden, wird das Urvertrauen, das in den ersten Jahren der Kindheit entsteht grundlegend unterstützt.

 

Ganzheitliche Förderung ab der Geburt

In Indien ist es eine uralte Tradition, die Babys ab der Geburt mehrmals täglich zu massieren. Die Entwicklung der Kinder wird durch Babymassage ganzheitlich gefördert: seelisch, körperlich und geistig. Inzwischen gilt es als gesichert, dass die Kontaktfähigkeit, Bindungs- und Liebesfähigkeit gestärkt wird, dass bei den Babys ein großes Wohlbefinden ausgelöst wird. Vertrauen, Sicherheit und Selbstvertrauen werden gefördert. Durch regelmäßige Massagen werden die sogenannten Regulationsstörungen des Babys gelindert: Unruhezustände, sowie Koliken / Bauchschmerzen werden weniger. Außerdem hilft regelmäßige Massage den Babys, eine erste Routine bzw. einen Schlaf-/ Wachrhythmus zu erkennen, was ihnen Sicherheit gibt, weil sie sich besser zurechtfinden. Inzwischen wurden auch Erkenntnisse darüber gewonnen, dass Babys, die regelmäßig massiert werden, weniger infektanfällig sind, weil durch die gesteigerte Durchblutung der Organe das Immunsystem gestärkt wird. Demzufolge haben regelmäßig massierte Kinder später auch seltener Nahrungsmittelunverträglichkeiten oder Allergien. Das Gefühl von Sicherheit ermöglicht den Babys, die Welt um sich herum wahrzunehmen und zu untersuchen, Hirnzellen vermehren sich, Wissbegierde und Lernbereitschaft werden gefördert. Das Neugeborene kann Stress und Eindrücke besser verarbeiten und sich entspannen.

 

Mutter-Kind-Bindung stärken und heilen

Die Babymassage ist aber nicht nur eine wundervolle Methode, um das Baby beim Ankommen auf der Welt zu unterstützen und zu trösten. Sie bietet Eltern auch die Chance, mit der Körpersprache ihres Kindes vertraut zu werden. Sie lernen das Bewegungsverhalten kennen und erleben „hautnah“ die Reaktionen ihres Babys. Dadurch werden sie sicherer im täglichen Umgang mit ihrem Neugeborenen. Verständigung und Vertrauen werden geschult und die Eltern haben das Gefühl, etwas aktiv für ihr Kind tun zu können, vor allem in akuten Phasen von Gebärmutterheimweh wie anfangs beschrieben. Die Bindung zwischen Eltern und Kind verfestigt sich dadurch zunehmend.

Nach einer anstrengenden Schwangerschaft oder Geburt kann die Babymassage dazu beitragen, abgerissene oder geschwächte Bindungen zu heilen und zu stärken. Nach einer enttäuschenden Geburt haben viele Mütter das Gefühl, es würde etwas zwischen dem Baby und ihnen fehlen. Vor allem, wenn das erste Bonding nicht stattfinden konnte, trauern Mamas diesem Verlust lange nach. Sie fühlen sich handlungsunfähig und ohnmächtig. Die meisten Mütter spüren, dass irgendetwas fehlt, wissen aber nicht, was sie tun können.

Ich empfehle diesen Mamas immer, so schnell wie möglich mit der Babymassage anzufangen. Neben einige anderen wundervollen Methoden gehen die Frauen mit Hilfe der Babymassage einen weiteren Schritt zur Trauer- oder sogar Traumabewältigung*. Während der Massageeinheit bricht oftmals bei Mama und Baby viel auf. Die Trauer um die enttäuschende Geburt wird oftmals das erste Mal richtig gespürt und angenommen, Tränen fließen. Das ist ein grundlegender Schritt zum Loslassen der Erlebnisse. Es kommt auch oft vor, dass die Babys dabei weinen. Fachleute sind sich einig, dass eine emotionale Verletzung aus Schwangerschaft oder Geburt immer Auswirkungen auf beide Seiten hat: Mama und Kind. Trägt das Kind Narben der Geburt davon, so immer auch die Mutter und umgekehrt. Im Zustand der Entspannung durch den intensiven Hautkontakt können die Babys ihr Erlebtes loslassen. Babymassage gibt den Mamas das Gefühl, etwas tun zu können, ins Handeln zu kommen und Verantwortung zu übernehmen. Den Babys gibt Babymassage das Gefühl, gesehen und gehört zu werden.

Durch die Massageeinheiten sind Mama und Baby so intensiv miteinander verbunden, dass sie sich wieder eins fühlen. Durch Haut- und Augenkontakt schüttet der Körper der Mamas die mütterlichen Hormone (u.a. Oxitocyn) aus, was u.a. die Milchbildung anregt. Während der Massage werden Baby und Mama eine Einheit und das nimmt beiden den Stress. Die Berührung heilt und gibt beiden Trost. Es findet ein Dialog ohne Worte statt, Mama und Baby erzählen einander und hören sich gegenseitig zu. Dabei geht es anfangs weniger um das Einhalten bestimmter Techniken, sondern mehr um das Zusammenspiel von Berührung, Kontaktaufnahme, Kennenlernen. Das Band zwischen Mutter und
Kind wird so immer stärker und verlässlicher und emotionale Narben aus der Schwangerschaft und der Geburt können früher heilen.

 

Meine Vision

Als zertifizierte Kursleiterin und auch als Mutter von drei Kindern bin ich der Überzeugung, dass Babymassage wirklich ein Wundermittel ist, wenn es darum geht, den Babys den Start ins Leben zu erleichtern. Mein erstes Kind kam als Frühchen zur Welt und ich bedauere bis heute, dass ich die Babymassage nicht bereits in der Schwangerschaft kennengelernt habe, sondern erst 8 Wochen nach der Geburt. Denn dann hätte ich mein kleines Mädchen direkt von Geburt an mit den Massagen verwöhnen und ihr den Start ins Leben etwas erleichtern können. Daher empfehle ich aus vollem Herzen und aus tiefer Überzeugung, die Kunst der Babymassage bereits vor der Geburt zu erlernen.

Vielleicht würde es schwangeren Frauen sogar dabei helfen, sich entspannter auf die Geburt einzulassen. Weil sie dann schon vorher wissen, dass sie ihr Kind von Geburt an mit Liebe und Geborgenheit überschütten können und den Start ins Leben ganz achtsam begleiten können. Egal, wie die Geburt verlaufen wird…

 

Mein Angebot

Genau diese Möglichkeit biete ich Frauen mit zwei verschiedenen Angeboten:

Im Intensivkurs „Stark verbunden von Anfang an“ nehme ich frischgebackene Mamas an die Hand und gehe mit ihnen gemeinsam 6 Schritte, die zu einem empathischen, selbstsicheren und gelassenen Start in die Mutterschaft führen. Einer dieser Schritte ist ein Komplettkurs „indische Babymassage“. Zudem erlernen die Teilnehmerinnen ihre persönliche Haltung als Mutter zu finden und zu festigen. Ich unterstütze sie dabei, Ängste und Blockaden aufzulösen und in ihre ganze Kraft als Mutter zu kommen. Durch Fachwissen werden sie zur Bindungsexpertin für ihr Baby und können so aktiv die Bindung zu ihrem Baby stärken und leben. Dieser Kurs ist besonders geeignet für Frauen und Babys, die eine traumatische Schwangerschaft und / oder Geburt erlebt haben.

Wenn auch du neues Vertrauen in die Kompetenzen deines (zukünftigen) Babys und in deine Fähigkeiten als (werdende) Mama fassen willst, dann melde dich gerne zu einem kostenlosen Vorgespräch an! Mehr Infos findest du in der Kursbeschreibung in der Rubrik „Kursangebote“.

Mamas und Papas, die nur die indische Babymassage erlernen möchten, haben die Möglichkeit sich für den Kurs „Babymassage Basic“ anzumelden. So kann die Kunst des Massierens komplett unabhängig von festen Kursorten oder bestimmten Zeiten zuhause erlernt werden. Bist du daran interessiert, kannst du dich jederzeit anmelden!

Für mehr Verbundenheit innerhalb der ganzen Famiilie!

* die Babymassage ersetzt keine Traumatherapie. Wenn die Wöchnerinnen depressive Züge zeigen oder die Erlebnisse der Geburt sich manifestieren und nachhaltig das Leben der Frauen beeinträchtigen, ist dringend das Gespräch mit Hebamme oder Arzt nötig, damit betroffene Frauen an entsprechende Hilfestellen weitergeleitet werden können.

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